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Qualitätsglossar

A

Abfolge: Geordneter Ablauf von Elementen, Tätigkeiten.

Anforderung: Formulierung des erwarteten Resultats in Form von Merkmalen, die die Realisierung und die Überprüfung der Konformität ermöglichen.

Akkreditierung: Behördliche Anerkennung der Kompetenz einer Person oder Organisation zur Ausführung von spezifischen Aufgaben.

Arbeitsanweisung: Dokument, in welchem die Abfolge der Tätigkeiten festgelegt ist, die von einer Funktion einzuhalten ist. Sie hängt in der Regel von einer Verfahrensanweisung ab.

Audit: Formelle, systematische und objektive Tätigkeit, mit der überprüft wird, ob eine Anforderung erfüllt ist. Das Audit wird von einer oder mehreren unabhängigen Personen durchgeführt.

Ausbildung: Massnahme, die darauf ausgerichtet ist, die Fähigkeiten und die Kompetenzen eines Mitarbeiters auszubauen.

Ausnahmegenehmigung: Genehmigung zur Abweichung von den ursprünglich festgelegten Anforderungen (vor der Realisierung).

Genehmigung zur Verwendung und Lieferung eines Produkts, das mit den festgelegten Anforderungen nicht konform ist (nach der Produktion).

Ausschuss: Nicht konformes, wertloses Produkt, das nicht repariert werden kann.

B

Benchmarking: Methode zum Vergleich und zur Evaluation mit den besten Praktiken der jeweiligen Kategorie, die als Vorbilder dienen, um davon Ideen für Fortschritte abzuleiten und um die Erfolgsfaktoren anzupassen und in der eigenen Einheit umzusetzen. Es wird zwischen folgenden Formen unterschieden:

Internes Benchmarking (zwischen verschiedenen Abteilungen);

Konkurrenz-Benchmarking (in Bezug auf ein anderes, ähnliches Unternehmen);

Allgemeines Benchmarking (in Bezug auf einen Spezialisten mit Know-how, allenfalls aus einem anderen Sektor).

Beobachtung der Reglementierung: Ständige Überwachung der massgebenden Rechtsvorschriften und der fachlichen Richtlinien mit dem Ziel, die neuen Anforderungen zu erfüllen und sich ihnen anzupassen.

Brainstorming: Technik zur Förderung der Kreativität durch den Gruppeneffekt (wörtlich: Gehirnsturm).

D

Deming: W. Edward Deming – amerikanischer Statistiker, Qualitätsexperte, Autor von, unter anderen, «Out of the crisis». Er gab dem «Deming Prize» seinen Namen und wurde durch zahlreiche Arbeiten über Qualität in Japan berühmt.

E

Effizienz: Verhältnis zwischen dem erzielten Resultat und den eingesetzten Ressourcen.

Eichung: Vergleich des Werts, der beim Messen einer Eichgrösse mit einem Instrument erhalten wurde, mit dem wirklichen Wert des Eichmasses.

Eigentümer: Funktion einer Person, die für einen Prozess verantwortlich ist.

Empfehlung: Unverbindliche Anregung.

Erfüllung: Entsprechung der Anforderungen.

F

Form: Äussere Erscheinung eines Dokuments.

Funktion: Rolle, die einer Person innerhalb einer Organisation zugewiesen wird. Eine Funktion kann hierarchisch (Vorgesetzter / Unterstellter) oder operativ sein (Verantwortung für bestimmte Tätigkeiten in einem Prozess).

Funktionsorganigramm: Grafische Darstellung der Organisationsstruktur des Unternehmens mit seinen verschiedenen Funktionen und ihren Beziehungen untereinander.

Funktionsstörung: Nicht vorgesehene oder nicht erwartete Funktionsweise.

H

Hauptprozesse: Prozesse, die die allgemeine Tätigkeit der Betriebsstätte beschreiben (zum Beispiel P2, Diagnostik).

I

Indikator: Variable, deren Werte für einen Zustand, ein Phänom typisch sind und mit der der Grad der Erreichung eines Ziels gemessen werden kann.

Instrumentenbrett: Gesamtheit der Aufstellungen, die zu den Indikatoren vorgenommen wurden.

Internes Audit: Audit, das von speziell dafür ausgebildeten Mitarbeitern des Unternehmens durchgeführt wird.

Ishikawa: Der 1915 geborene Kaoru Ishikawa erwarb 1939 ein Diplom am Departement für Forschung und Entwicklung in angewandter Chemie der Universität Tokio. Ab 1945 war er Assistenzprofessor, und nach dem Doktorat im Jahr 1960 wurde er zum Professor ernannt. Für seine Artikel über die Qualitätssicherung wurde er in Japan mit dem Deming-Preis, dem Pressepreis von Nihon Keizai und dem Preis für industrielle Normierung ausgezeichnet. 1972 verlieh ihm die amerikanische Vereinigung für Qualitätssicherung den «Grant Award» für sein Ausbildungsprogramm in Qualitätssicherung. Dr. K. Ishikawa schrieb zahlreiche Bücher über Qualitätssicherung und Statistik.

Ishikawa-Diagramm: Grafische Darstellung der Zusammenhänge zwischen den Ursachen und ihren Wirkungen.

K

Konformität: Erfüllung einer Anforderung.

Korrekturmassnahme: Massnahme, die zur Beseitigung der Ursachen einer bestehenden Nicht-Konformität oder eines bestehenden Mangels und zur Verhinderung des erneuten Auftretens getroffen wird.

Kosten der Nichtqualität: Kosten, die durch Mängel und Nicht-Konformitäten verursacht werden.

L

Leistungsfähigkeit: Grad der Realisierung der geplanten Tätigkeiten und der Erreichung der erwarteten Resultate.

Lieferant: Jener, der das Produkt liefert.

M

Managementreview: Review des Qualitätssystems für die oberste Ebene der Geschäftsleitung.

Marktbeobachtung: Ständige Überwachung des Marktes mit dem Ziel, die sich abzeichnenden und latenten Bedürfnisse zu erfassen.

N

Nicht greifbar: Durch den Tastsinn nicht wahrnehmbar.

Nicht konformes Element: Element, das den in der Norm festgelegten Anforderungen nicht entspricht.

Nicht konformes Produkt: Produkt, das die festgelegten Anforderungen nicht erfüllt.

Nicht-Konformität: Zustand des nicht Konformen, der mangelnden Übereinstimmung mit den festgelegten Anforderungen.

Nicht-Konformitäts-Meldung (NKM): Formular, auf welchem Informationen zu einer Nicht-Konformität, einer Kundenreklamation oder einer Funktionsstörung festgehalten werden. Dieses Formular wird auch verwendet, um die Verbesserungsvorschläge weiterzuleiten.

Norm: Katalog von einzuhaltenden Anforderungen, von zu befolgenden Empfehlungen.

P

Pareto: Vilfredo Pareto: Paris 1848 – Céligny, Schweiz, 1923. Italienischer Wirtschaftswissenschaftler und Soziologe. Der Nachfolger von Walras (1893) an der Universität Lausanne. Er übernahm die von seinem Vorgänger erarbeitete Grenznutzentheorie und vertiefte den Begriff des ökonomischen Optimums.

Pareto-Diagramm: Grafische Darstellung von statistischen Kategorien in der Reihenfolge ihrer Wichtigkeit (siehe unter Pareto).

Produkt / Dienstleistung: Ergebnis der Tätigkeit oder des Prozesses. Es kann greifbar oder nicht greifbar sein.

Produktehaftpflicht: Verpflichtung, einen Schaden zu ersetzen, der einem anderen durch ein fehlerhaftes Produkt zugefügt wurde (siehe PrHG)

Prozess: Tätigkeiten, die Kontrollen unterstehen und Ressourcen nutzen, um Eingängen Wert hinzuzufügen und sie in Ausgänge umzugestalten.

Q

Qualifikation: Beurteilung des Werts eines Mitarbeiters oder eines Lieferanten anhand seiner Leistungen und seiner Fähigkeiten.

Qualitätsaufzeichnung: Greifbarer Beweis der Funktionstüchtigkeit des Qualitätssystems.

Qualitätshandbuch: Dokument, in welchem die Qualitätspolitik, das Qualitätsmanagement-System, die Organisation und der Verweis auf die einzusetzenden Verfahrensanweisungen festgehalten sind.

Qualitätspolitik: Absichtserklärung und Verpflichtung der Geschäftsleitung im Hinblick auf die Qualität.

Qualitätssystem: Organisationsstruktur, Prozesse, Verfahrensanweisungen und Mittel, die bereitgestellt werden, um die Qualitätspolitik und die Qualitätsziele umzusetzen und ausreichendes Vertrauen in die Fähigkeit des Unternehmens zu gewährleisten, die Qualitätsanforderungen beständig und dauerhaft zu erfüllen.

R

Reengineering: Prozess, der zur Erarbeitung eines neuen Funktionsmodells für das Unternehmen führt, das den Wettbewerbsbedingungen eines neuen Umfelds entspricht.

Responsabilisierung: Vorgang des Einbindens in die Verantwortung, der Übernahme von Verantwortung.

Ressourcen: Mittel, über die das Unternehmen verfügt.

Review: Formelle, systematische Tätigkeit, mit der die Zweckmässigkeit, Angemessenheit und nachhaltige Leistungsfähigkeit des dem Review unterzogenen Themas sichergestellt wird, um klar festgelegte Ziele zu erreichen.

S

Schnittstelle: Gemeinsame Grenze zwischen zwei Einheiten (Prozesse, Funktionen), die einen Austausch zwischen diesen ermöglicht.

Spezifikation: Definition der wesentlichen Merkmale eines Produkts.

Struktur: Art und Weise, wie die Teile eines Ganzen untereinander angeordnet sind.

U

Überprüfung der Folgearbeiten: Audit, das von der Zertifizierungsstelle durchgeführt wird, um die Funktionstüchtigkeit des Qualitätssystems im Zeitraum zwischen den Zertifizierungsaudits zu bestätigen.

Ursache-Wirkungs-Diagramm: Grafische Darstellung der Zusammenhänge zwischen den Ursachen und ihren Wirkungen, wird auch als Ishikawa-Diagramm oder Fischgräten-Diagramm bezeichnet.

V

Validierung: Bescheinigung der Konformität eines Elements durch eine übergeordnete Instanz. Bestätigung durch Untersuchung und Beibringen von greifbaren Beweisen, dass die besonderen Anforderungen für einen spezifischen vorgesehenen Gebrauch erfüllt sind.

Verantwortung: Gewährte Befugnis, eine Entscheidung zu treffen, ohne sich vorgängig an eine vorgesetzte Stelle zu wenden.

Verfahrensanweisung: Dokument, welches einen Prozess beschreibt. Die verschiedenen Tätigkeiten mit der dafür verantwortlichen Funktion sind nacheinander aufgeführt.

Verpackung: Gesamtheit der Tätigkeiten im Zusammenhang mit der Gestaltung und Herstellung der Produkthülle.

Version: Jeder der aufeinander folgenden Zustände eines Dokuments, eines Produkts.

Voraudit: Unverbindliches Audit, das von der Zertifizierungsstelle durchgeführt wird und das dazu dient, das Unternehmen mit den tatsächlichen Auditbedingungen zu konfrontieren und allfällige Mängel des Qualitätssystems zu erfassen.

Vorbeugemassnahme: Massnahme, die zur Beseitigung der Ursachen einer potenziellen Nicht-Konformität oder eines potenziellen Mangels und zur Verhinderung des Auftretens getroffen wird.

W

Wiederholaudit: Audit, das von der Zertifizierungsstelle durchgeführt wird, um die Funktionstüchtigkeit des Qualitätssystems im Zeitraum zwischen den Zertifizierungsaudits zu bestätigen.

Z

Zertifizierung: Anerkennung der Konformität mit spezifischen Anforderungen durch einen Dritten.

Zertifizierungsaudit: Audit, das von der Zertifizierungsstelle durchgeführt wird, um sicherzustellen, dass die Anforderungen der jeweiligen Norm erfüllt sind. Ist dieses Audit erfolgreich, hat es die Abgabe des Zertifikats zur Folge.

Zertifizierungsstelle: Von der nationalen Instanz akkreditierte Stelle, die berechtigt ist, Normkonformitätszertifikate auszustellen.

Zulieferer: Externes Unternehmen, das einen Teil oder die Gesamtheit eines Produkts realisiert, das in einen Herstellungs- oder Montageprozess eines seiner Kunden einfliesst.

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