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Risikomanagement

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Risikomanagement

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Was ist Risiko?

Risiko lässt sich als die Möglichkeit definieren, dass ein Projekt nicht entsprechend den vorgesehenen Spezifikationen, Kosten und Abschlussterminen ausgeführt wird. Je nach Fall und Situation können diese Abweichungen mehr oder weniger gravierende Folgen haben.

In einem derart heiklen Bereich wie dem medizinischen und in kleinen Strukturen, die eine grössere Anfälligkeit aufweisen können, muss das Risiko gemanagt werden.

Das Risikomanagement

Die Vorwegnahme und Verhütung von Risiken ist ein grundlegender Aspekt des Risikomanagements. Es ist Sache der Person, die einen "gefährlichen Zustand" schafft, alle erforderlichen Massnahmen zu treffen, um die Auswirkungen ihres potenziell schädlichen Verhaltens zu begrenzen.

Die Risikoanalyse ist der erste Schritt in die Richtung eines leistungsfähigen Risikomanagements. Mit ihr werden die potenziellen Schwachpunkte einer Anlage aufgezeigt. Dabei kann es sich um eine Analyse eines Prozesses, eines Produkts oder einer Dienstleistung handeln.

Die Risikoanalyse

Im Konzept MEDIQUAL® beginnt das Risikomanagement mit einer Risikoanalyse und führt zu Vorschlägen für Präventions- oder Korrekturmassnahmen, um die Kritikalität der erfassten Schwachpunkte nach der DOG-Methode (détection, occurrence et gravité = Erkennung, Eintreten und Schweregrad) zu verringern. Durch die Umsetzung dieser Massnahmen lassen sich die Risiken unter Kontrolle bringen.

Weshalb ein Risikomanagement?

In einem heiklen Bereich wie dem medizinischen ist das Risikomanagement äusserst wichtig, denn mit den meisten Risiken ist ein sehr hoher Schweregrad verbunden. Das Risiko von Schadenersatzverfahren muss berücksichtigt werden.

Der Gesundheitsbereich untersteht in zunehmendem Mass zahlreichen gesetzlichen Erfordernissen, die vor allem darauf ausgerichtet sind, die Risiken im Zusammenhang mit den Tätigkeiten in der Gesundheitsversorgung zu minimieren. Diese Bestrebungen beruhen zuweilen auf objektiven Analysen. Sie können aber auch Reaktionen auf einen Zwischenfall oder einen Unfall darstellen und beinhalten somit das Risiko, dass übertriebene Massnahmen vorgeschrieben werden, die schwer einzuhalten sind und erhebliche Mehrkosten verursachen. Verschiedene Gesetze und Verordnungen, die seit einigen Jahren in Kraft sind, erfordern Anpassungen, die in gewissen Fällen erheblich sein können. Dies gilt zum Beispiel für das Heilmittelgesetz (HMG), das eine Überwachung der Arzneimittel, der Transfusionen und der biomedizinischen Geräte verlangt, oder für die Verordnung über die Unfallverhütung (revidiert im Januar 2007) mit der Richtlinie 6508 über den Beizug von Arbeitsärzten und anderen Spezialisten der Arbeitssicherheit (ASA), die die Einführung eines Risikomanagementsystems für alle Arbeitsplätze vorschreibt.

Für die Einführung eines leistungsfähigen Risikomanagements müssen mehrere Phasen durchlaufen werden. Das Konzept MEDIQUAL® stützt sich auf international anerkannte Instrumente für die Risikoanalyse, die Teil der guten Berufspraxis bilden (FMEA/HACCP). 

Zudem ist im Zusammenhang mit dem Risikomanagement auf die Einhaltung der gesetzlichen Erfordernisse in spezifischen Bereichen zu achten, die zum Beispiel in der MepV, im HMG und in anderen Bundesvorschriften geregelt sind.

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